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    <title>Daily Soap (Texte ohne Relevanz) : Rubrik:alte Dinge</title>
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    <description>Texte ohne Relevanz</description>
    <dc:publisher>thestranger</dc:publisher>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-19T23:28:40Z</dc:date>
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    <title>Daily Soap</title>
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    <title>Da schrillt eine Glocke in meinem Kopf</title>
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    <description>da steht die Welt in eiserstarrtem Schrecken und die Angst zeigt ihre Zähne, da verpufft das schöne Land im Feuer und mittendrin steh ich und steh herum und komme mir nun einerseits so dumm vor. Andererseits bestätigt sich die Ahnung, die den Nebel schon seit langem mit immer neuem Dunst auffüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da steh ich also und die Welt, sie will gerettet werden und der Himmel über mir erwartet von mir, das Ideal zu leben und die Hölle unter mir flüstert &quot;Siehst Du, das haben wir Dir doch immer schon gesagt.&quot; Und &quot;die Welt ist es nicht Wert, gerettet zu werden. Sieh doch, was sie aus Dir macht, sieh doch was es sie interessiert.&quot; und ich würde so gern glauben, was ich höre, denn so müde war ich noch nie zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist da im hinterletzten Winkel wieder der Gedanke, dieser winzig kleine, der mich weiter treibt und der mich nicht ins Dunkle lässtob mirs gefallen würde oder nicht. Er sagt mir &quot;Aber wenn es nun doch nur den einen Menschen gibt mit einer Seele, die gerettet werden kann. Oder mehr, vielleicht gibt es doch mal den, der ohne Deine Hilfe verloren ist, der stirbt, der deswegen verzweifelt, weil es Dich nicht gibt und Deine Hand.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(20.01.1992)</description>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:subject>alte Dinge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 thestranger</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-18T13:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://dailysoap.twoday.net/stories/5085551/">
    <title>Ardéche - 3.Tag</title>
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    <description>Komm Blatt, ich schreib Dich voll.&lt;br /&gt;
Da saß der alte Mann auf dem Stuhl unter seinem Lieblingsbaum und schlief.&lt;br /&gt;
Da war der Kauz, der Nachts rief und mir erzählte, daß er nächsten Sommer mit nach Athen darf.&lt;br /&gt;
Da war der kleine Kater, der uns schnurrend sein Revier lieh.&lt;br /&gt;
Da war der riesige Stein, der fror und froh war, als ich ihn aus dem Wasser zog und in die Sonne legte.&lt;br /&gt;
Da war der Baum, dem ich einen Gefallen tat, weil ich ihm Bedeutung gab als ich ihn zeichnete. Er sieht nun stolzer aus, mit dünnem Stämmchen und abgeschnittenen Ästen, aber mit Bedeutung.&lt;br /&gt;
Ich freue mich, daß etwas stolz ist, nur weil es mir etwas bedeutet.&lt;br /&gt;
Siehst Du, Blatt, so schnell bist nun auch Du zu etwas wichtigem geworden. Denn Du musst viel halten. Alles, was ich auf Dich geschrieben habe. Vergiss das nie, es sind meine Erinnerungen, die mir teuer sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.Mai 1989</description>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:subject>alte Dinge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 thestranger</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-26T10:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://dailysoap.twoday.net/stories/4585001/">
    <title>Die Schwierigkeiten beim Behalten der Übersicht</title>
    <link>http://dailysoap.twoday.net/stories/4585001/</link>
    <description>Man muss die Übersicht behalten. Wenn man sie doch mal loswerden will, sollte man sie so teuer wie möglich verkaufen. Dumm ist der, der sie verliert, aber dadurch, daß es so viele Dumme gibt, findet man öfter eine, die jemand verloren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber natürlich ist es Glücksache, ob man eine Übersicht findet oder nicht, denn das steht auf einem anderen Blatt. Das sollte man sich übrigens auch mal ansehen, denn es dürfte absolut unmöglich sein, die Übersicht zu behalten, wenn man nicht weiß, was auf dem anderen Blatt steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist noch nicht alles, Es steht noch mehr als auf dem anderen Blatt auf dem Spiel. Deshalb sollte man sich unbedingt und unter allen Umständen und auf jeden Fall das, was auf dem Spiel steht, notieren. Am besten so oft wie möglich, also gleich auf alle möglichen Fälle und, falls man sich nicht zu Schade ist, auch unter alle denkbaren Umstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dumme bei der Sache ist nur, daß man so leicht bei all diesen Bemühungen, möglichst alle Fälle, Umstände, Spiele und Blätter im Auge zu behalten, den Überblick verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Dezember 1988</description>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:subject>alte Dinge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 thestranger</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-05T10:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://dailysoap.twoday.net/stories/4572901/">
    <title>Kalter Krieg</title>
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    <description>Eine Biene flog über eine Sommerwiese. Ein Fisch planschte im warmen See. Spatzen trockneten ihre vom Spiel im warmen Wasser nassen Federn in der Sonne und schwatzten munter über dies und das. Die Katze räkelte sich faul im Licht und schnurrte zufrieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann Winter. Sehr plötzlich. Der See fror zu, die Wolken fielen klirrend vom Himmel, die Sonne tauchte ins Grau ab und Wiesen und Bäume erstarrten im Tode. Das weiße Laken breitete sich über das Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Biene fiel  in den Schnee. Sie war schon tot, als sie von ihm verschlungen wurde. Lautlos. Der Fisch erstarrte im Eis, erfror oder erstickte. Was eben schneller ging. Ebenso erstarrten die Spatzen, fielen von den Ästen und verschwanden im Schnee, der auch ihren Tod gut zu verbergen wusste. Die tote Katze lag schon unter dem Schnee begraben. Ihr schnurren erstarb in einem überraschten Schrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stille des Winters ließ auch der Zeit keine Chance mehr. Sie erfror so schnell wie die Biene und der Fisch und die Spatzen und die Katze. Sie starb ebenso lautlos und auch ihre Leiche wurde von Schnee aufgefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist Ruhe. Der Winter hisst die Siegesfahne. Der Sommer ist geschlagen worden. Hinterrücks und schnell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich steh da und friere. Und hoffe, daß der Sonne etwas einfällt. Hoffe, daß da noch irgendwo genügend Widerstand ist. Hoffe, daß der Winter ebenso besiegt werden kann.&lt;br /&gt;
Hoffe, daß das geschieht, bevor auch ich erfriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. November 1989</description>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:subject>alte Dinge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 thestranger</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-02T12:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://dailysoap.twoday.net/stories/4572869/">
    <title>Im höfischen Leben</title>
    <link>http://dailysoap.twoday.net/stories/4572869/</link>
    <description>Hörte ich ein Raunen, als ich auf die Bühne trat? Was sollte ich jetzt spielen? Ich fragte nach einem Sinn. Die Leute sahen mich belämmert an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darf mir heute nicht passieren, denke ich bei mir und gab dem Orchester das vereinbarte Zeichen. Der Paukenschlag weckte die ersten Zuschauer, der Trompeteneinsatz entlud sich auf die restlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oje, denke ich, und besänfige die Massen mit Karamelbonbons. Ich forsche nach dem Souffleur, aber da ist keiner. Also ist es bloß ein Traum, freue ich mich. Und ich beginne, das Publikum auszulachen, es lachte mit, aus Unwissenheit wohl, was mich noch fröhlicher macht. Ich hüpfe närrisch ins Parkett und töte den Gemahl der Gräfin. Alle sind begeistert und applaudieren, der Graf glotzt nur blöde vor sich hin, hat er doch mit sowas nicht gerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann rufe ich mich zum König aus, danke ab und der Staat geht prompt vor die Hunde, ohne König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehst du, sag ich zu meinem Bilde, so ist das, bei Hofe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. November 1988</description>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:subject>alte Dinge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 thestranger</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-01T08:09:00Z</dc:date>
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    <title>Eine Liebesgeschichte</title>
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    <description>Gemeinhin beginnen Geschichten am Anfang und enden am Schluss. Bei dieser nun bekomme ich Probleme mit beidem: Anfang und Schluss. Denn ich bin mir noch nicht im Klaren darüber wann sie begann und wie sie endet weiß ich auch nicht, denn das liegt noch vor mir. Deshalb muss ich, diese beiden eigentlich für einen klaren Geschichtsverlauf notwendigen Komponenten betreffend, um Entschuldigung bitten, weil ich sie auslassen muss. Die Geschichte wird deshalb etwas schwer zu durchschauen sein und ich sehe es jedem, der sie liest nach, wenn er sagt, daß er sie nicht verstanden hat oder daß sie ihm nicht gefällt. Ich habe vollstes Verständnis für eine solche Reaktion, denn auch ich verstehe sie nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber gefallen, gefallen tut sie mir schon. Auch wenn ich nicht, wie auch, ohne Anfang, weiß, warum genau das passiert was da passiert und auch wenn ich nicht, logisch, ohne Schluß, weiß, wie sie ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedesmal (um es zu erklären, warum mir eine Geschichte ohne Start und Ende gefällt), wenn ich sie aufs Neue lese, fällt mir ein neuer möglicher Schluß ein und ein anderer Anfang. Und beides hängt davon ab, mit welcher Stimmung ich sie lese. Bin ich fröhlich, weil zum Beispiel  eine andere Geschichte - ich lese auch noch andere Geschichten, die zuweilen auch kein Anfang und kein Ende haben - einen guten, einen positiven Schluß verspricht, wird die Aussicht auf ein schönes Ende auch dieser Geschichte realer. Aber nicht, weil sie etwas mit der anderen Geschichte zu tun hat, sondern weil ich dann fühle, daß es einfach möglich ist. Den gegenteiligen Fall zu beschreiben erspare ich mir, da er mit ein wenig Logik schon einleuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zwar manchmal schwer, sich mit der Ungewissheit abzufinden, aber ich glaube, daß, wenn die Geschichte einen vorgegebenen Schluß hätte, ich mich nicht mehr mit ihr beschäftigen würde, sondern wie eine ganz normale, ausgelesene Geschichte weglege und eine neue beginne. Daran ist zwar auch nichts schlechtes und wenn diese Geschichte gar nie zu einem Ende fände wäre ich auch höchst unbefriedigt; das was ich meine damit, daß es gut ist, daß sie kein Ende hat ist aber, daß sie zur Beschäftigung mit ihr zwingt und so langssam ein Schluß entsteht, an dem man selbst auch etwas zutun kann. Beileibe nicht will ich also, daß sie ewig nie endet aber es trägt ihr zu, oder besser, es trägt der dieser folgenden Geschichte zu, wenn ich mich intensiver damit beschäftige als mit anderen. Das kann die Geschichte zu einer besonders starken machen. Im positiven wie im negativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, wieso manche, die ähnliche Geschichten schreiben, vorschnell irgendwelche Schlüsse an die ihren erfinden und so vor dem Besonderen daran fliehen. Auch suchen sie sich gerne irgendeinen Beginn, schreiben irgendeinen offensichtlichen hin und zerstören so das Gefühl, daß etwas einfach von sich aus entstanden ist, eine Geschichte eben, deren Begründung erst am Ende zu finden sein wird und nicht durch einen banalen Anfang vorweggenommen wird. Erst wenn man es zulässt, daß man den wirklichen Anfang erkennt, wenn der Schluß feststeht ist eine Gechichte wirklich spannend und fesselnd. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast so, als wenn es das Leben wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oktober 1988</description>
    <dc:creator>thestranger</dc:creator>
    <dc:subject>alte Dinge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 thestranger</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-31T11:38:00Z</dc:date>
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