Im Käfig

Das flaue Gefühl im Magen, wenn ich nur an eines dieser Dinge denke, die die Gitterstäbe um mich herum bilden. Und es gibt so viel davon. Steuern. Rechnungen. Versicherungen. zur Arbeit fahren zu müssen, egal ob man dazu Lust hat oder nicht. Die Familie versorgen zu müssen.
Ich sitze in meinem Käfig. Genau in der Mitte, so weit weg wie möglich von den Gittern. Und bewege mich nicht. Lasse die Zeit vergehen, die eigentlich genutzt gehört. Möchte mir nicht Hoffnungen machen aus Angst, daß sie sich als Illusionen herausstellen.
Ich sitze in meinem Käfig und werde immer untätiger. Ich erkenne, daß auch die Hoffnung, mit dem Alter mehr Sicherheit zu bekommen, eine Illusion war. Mit dem Alter werden lediglich die Stäbe greifbarer, nicht was jenseits von ihnen ist. Und die Gewissheit, gefangen zu bleiben.

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