Donnerstag, 24. Januar 2008

Verliebt zu sein

Ja, verliebt zu sein hat auch mit Sex zu tun. Ich betone das "auch". Ich betone aber genauso den Sex. Ich erkenne sie, wenn sie unter mir oder über mir stöhnt und zuckt und sich mir hingibt, sich in meine Arme wirft, die Luft anhält vor Lust. Sie vertraut mir. Sie vertraut sich mir an. Hemmungslos und bedingungslos. Und das ist wunderbar, denn ich will ihr Vertrauen auch haben, ich weiß, daß sie mich unbändig liebt, wenn ich sie nicht mehr bändigen kann. Und will.

Und sie bekommt mich. Ganz und gar, ohne Maske, gedankenlos und so viel, wie sie will. Ich lasse mich für sie fallen ohne Netz. Ich krieche in sie hinein, sie nimmt mich auf, löst mich auf, schluckt mich hinunter in ihre Wärme und Tiefe. Schützt mich und gibt mir Kraft.

Die Energien schwappen hin und her. Ich weiß bald nicht mehr, welche meine sind und welche ihre. Die Zeit bleibt stehen oder wird unerheblich. Und dann finde ich ihre Augen und kann nicht mehr wegschauen. Und will nie mehr wegschauen.

So will ich es haben und wenn ich über zwei Jahre keinen Sex hatte, dann deswegen, weil ich keine halben Sachen mache. Weil es mir nicht reicht, mit einer Frau zu schlafen. Weil ich dabei verliebt sein will und Sex mit jemandem haben will, die mich liebt. Und darauf kann ich durchaus sehr lange warten, wenns sein muss, denn es lohnt sich. Immer.

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